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08.02.2016, 13:01 Uhr
Feiernde übernehmen Verantwortung
Glasverbot ja - aber kein Alkoholverbot / CDU Rotenburg nimmt Stellung zur Allgemeinverfügung der Stadt für den 1. Mai
Die von Seiten der Stadt Rotenburg zum 1. Mai geplanten Einschränkungen für die Bullenseetour stoßen beim CDU-Gemeindeverband nur teilweise auf Zustimmung. „Das Alkoholverbot halten wir nicht für richtig“, erklärt deren Vorsitzender Eike Holsten. 
„Es ist doch offensichtlich, dass die Tour stattfinden wird. Dann sollte man aber dort nicht jeglichen Alkoholkonsum untersagen. Das ein oder andere Bier gehört gerade am 1. Mai für viele zum Feiern dazu, das ist doch klar.“ Der Fraktionsvorsitzende Dr. Klaus Rinck weist auf die vielen Kohlwanderungen hin, die zur Zeit stattfinden: „Wir Rotenburger Bürger jenseits der 30 können doch nicht ernsthaft feucht-fröhliche Bollerwagentouren mit Bier und Kurzen durchführen und dann den Jugendlichen für ihre Maitour Mineralwasser verordnen.“ Rinck weiter: „Aus meiner Sicht ist es unverhältnismäßig, allen Teilnehmern das Trinken zu verbieten, nur weil einige wenige ihr Maß nicht kennen. Die praktische Durchsetzung des verhängten Verbots erscheint mir außerdem völlig utopisch. Man stellt keine Regeln auf, deren Einhaltung man absehbar gar nicht im Entferntesten sicherstellen kann.“ Klare Zustimmung erklärt die CDU dagegen zum Glasflaschen- und Gläserverbot. „Es darf einfach nicht sein, dass man nach dem 1. Mai nur noch auf Vollgummireifen zum Bullensee radeln kann. Und besonders die Badenden am Bullensee werden durch Glassplitter gefährdet“, findet Rinck. „Deshalb mein deutlicher Appell an alle Teilnehmer: Steigt für diesen Tag auf Dosen, Plastikflaschen und Pappbecher um und behandelt Vorgärten und Schulhöfe der Stadt so, wie ihr es nüchtern gewohnt seid.“ Holsten bittet alle Jugendlichen, sich auf Facebook und in persönlichen Gesprächen für die Einhaltung des Glasverbotes einzusetzen: „Wenn alle es gemeinsam schaffen, dass weder kaputte Glasflaschen noch Müllberge hinterlassen werden, kann das die Akzeptanz der Maitour besonders bei den Anwohnern des Mühlenendes steigern. Kluge Lösungsansätze sind bei den über 3000 Mitgliedern der dazugehörigen Facebookgruppe bereits vorhanden. Die Feiernden übernehmen Verantwortung und sollten unbedingt gehört werden.“ So hofft die Rotenburger CDU darauf, dass gemeinsam mit den Verantwortlichen von Verwaltung, DLRG, DRK und Polizei eine gemeinsame Lösung gefunden wird, damit diese Rotenburger Tradition erhalten bleiben kann.

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